Schauspielern bedeutet mehr, als sich seinen Text merken zu können. Es gilt, eine Rolle mit Leben zu erfüllen, eine Rolle zu seiner eigenen Rolle zu machen.
Stagecoach-Schüler setzen sich im Schauspiel-Unterricht unter anderem mit Darstellen eines Charakters, Verständnis einer schriftlichen Vorlage, Improvisation und Interpretation, Stimme und Sprechtechnik, Bühnentechnik sowie den Berufsperspektiven als Schauspieler auseinander.
Ihre Lehrkräfte, die alle auch von der Bühne kommen, können zum Reifungsprozess ihrer Schüler weit mehr beitragen als graue Schauspieltheorie. Auch wenn der Unterricht in erster Linie praktisch orientiert ist, lernen die Schüler hier doch auch die Grundbegriffe, die sie für das Theater benötigen.
Ein sehr wichtiger Aspekt des Schauspielunterrichts ist immer die Stimme und der Körper. Gewissenhaften Aufwärmübungen folgen meist Improvisationsspiele und die Arbeit an konkreten Aufgaben oder Rollen.
Die weit gefassten Ziele des Unterrichts sind:
- Der Aufbau von Selbstvertrauen, Vertrauen und Selbstwertgefühl
- Die Ausbildung von Atemkontrolle und (effektivem) Stimmeinsatz
- Das Fördern des Bewusstseins der Schüler für den kreativen Prozess und ihren eigenen Anteil daran
- Den Schülern dabei zu helfen, natürlich und "frei" aufzutreten
- Fertigkeiten zu entwickeln um sich Dinge auszudenken und zu improvisieren
- Vorstellung(en) für symbolisches Darstellen zu entwickeln
Im Schauspielunterricht werden die Schüler ermutigt und angehalten:
- Kritisch zu hinterfragen und manchmal den Advocatus Diaboli zu spielen
- Konzentriert zuzuhören
- Auf wahrhaften Ausdruck hinzuarbeiten
Außerdem:
- Künstlerische Probleme zu erkennen und kreative Lösungen dafür zu finden
- Neue Gedankengänge auszulösen und neue Assoziationen herzustellen
- Bereiche für phantasievolles Denken zu eröffnen